Sechs Thesen zur Denkmalbereichssatzung

1.
Im Kernbereich der Olpe Innenstadt ist noch immer viel erhaltenswerte Bausubstanz vorhanden. Das gilt, obwohl in der Vergangenheit viele erhaltenswerte Gebäude abgerissen worden sind.

2.
Ziel der diskutierten Denkmalbereichssatzung ist, die Silhouette und den Grundriss, also das Erscheinungsbild der Innenstadt zu schützen. Gleichzeitig soll eine Fördersatzung dafür sorgen, das denkmalgerechte, individuelle Erscheinungsbild der Gebäude zu erhalten.

3.
Olpe hat bereits seit 1992 eine Denkmalbereichssatzung, die derzeit nur für einen kleinen Bereich rund um den Olper Marktplatz (Oberstadt) gilt. Das Thema ist also nicht neu. Die bestehende Satzung ist durch jahrzehntelange Praxis erprobt.

4.
Die seit 1992 bestehende Denkmalbereichssatzung hat dazu beigetragen, dass historische Gebäude nicht abgerissen worden sind (Beispiel Volksbank Frankfurter Straße 20) und andere Gebäude denkmalgerecht saniert wurden (Beispiel Engel und Völkers Am Markt 1). Daneben konnten auch Interessen des Einzelhandels berücksichtigt werden. Die „Olper Mitte“ liegt beispielsweise im Geltungsbereich der bestehenden Satzung.

5.
Die Oberstadt Olpe ist ein funktionierender Einzelhandels-, Dienstleistungs- und Gastronomiestandort – trotz und auch wegen der bereits  bestehenden Denkmalbereichssatzung. Es hat in den vergangenen Jahren keine nennenswerten Beschwerden gegen die Satzung gegeben. Vielmehr ist es gelungen, mit Eigentümern, Investoren und Einzelhändlern Lösungen zu finden.

6.
Kein Freundeskreis und sonstiger Krtiker hat bislang nachvollziehbare Gründe geliefert, warum das, was in der Oberstadt gut funktioniert, nicht auch in anderen Teilen der Innenstadt gelingen kann. Sicher ist, es wird keinen Freifahrtschein für Investoren geben, unpassende Neubauten auf Kosten des Erscheinungsbildes der Innenstadt zu errichten.